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Online-Yidakikkurs in Anlehnung an die traditionelle Spielweise Der Online-Yidakikur soll und kann keinen qualifizierten Unterricht ersetzen. Er dient in erster Linie dazu, das Interesse an der der traditionellen Spielweise auf dem Yidaki zu wecken. Dieser Kurs richtet sich an fortgeschrittene Yidaki-Spieler, die bereits die Grundtechniken auf dem Yidaki/Didgeridoo beherrschen. Zu den Grundtechniken gehören neben der Erzeugung eines sauberen Grundtones die Zirkularatmung, der Einsatz der Stimme zur Stützung des Grundtones, die Erzeugung von Tierlauten mittels der Kopfstimme sowie die Erzeugung von Horntönen. Die Grundlagen werden im Kapitel 1, “Grundtechniken auf dem Yidaki” näher erläutert. Im Kapitel 2 folgt eine Einführung in die traditionellen Spieltechniken und in Kapitel 3 folgen fortgeschrittene, traditionelle Rhytmuslinien auf dem Yidaki. Die Spieltechniken werden jeweils in vier Stufen vorgestellt: 1. Gespielte Silben in Textform Grundsätzliches zur traditionellen Spieltechnik auf dem Yidaki Der “pull” bzw. “cut” Basis für die traditionellen Spieltechniken ist der s.g. “pull” bzw. “cut”, bei dem der Luftstrom nach dem Spielen der Pullsilbe durch die Zunge unterbrochen wird. Pullsilben sind Silben, die auf “d” bzw. “t” enden: “did” , “trrt”, “drat”, “lüd”, “hüd”, “wuit” etc. Der “pull” ist nicht zu verwechseln mit dem “Hornton”, auf den ich im Kapitel 1, Teil 4 näher eingehen. Die Zunge befindet sich vor dem “pull” in eingerollter Stellung, d.h. die Rückseite der Zungenspitze liegt auf dem weichen Gaumen. Mit dem Spielen bzw. Sprechen der Pullsilbe “did” bewegt sich die Zungenspitze mit ständigem Gaumenkontakt blitzartig aus der eingerollten Stellung in Richtung Zahnkante der oberen Schneidezähne. Die Zungenspitze stoppt am Übergang zwischen Zahnfleisch und Schneidezähnen und unterbricht den Luftstrom. Die Zungenspitze wird in dieser Stellung leicht angepresst. Als Hilfestellung dient die Vorstellung der blitzartigen Zungenbewegung einer Schlange, die mit ihrer Zungenspitze ein Insekt ansteuert. Der Blick sollte weit nach vorne gerichtet sein und nicht nach unten auf das Ende des Yidakis. Ein guter “pull” sollte aus dem Bauch mit Unterstützung des Zwerchfells gespielt werden. Wichtig für die Schnelligkeit des “pulls” ist auch die Eigendynamik der Zunge, die nur durch ständiges Training der Zungenmuskulatur verbessert werden kann. Beim Spielen der Pullsilbe springt der Grundton des Yidakis je nach Spielvermögen bis zu einer ganzen Note nach oben. Eine weitere Möglichkeit, einen “pull” zu spielen ist das Hochschwingen der Zunge an die obere Zahnkante. Dabei ist die Zungenspitze in der Ausgangsstellung vom Gaumen gelöst und schwingt blitzartig in die Stellung zwischen Zahnfleisch und obere Schneidezähne. Als Hilfestellung dient die Silbe “wuit”. Die Zugsilbe Damit der Ton nach dem “pull” nicht abreißt, folgt nach der Pullsilbe z.B. “did” die Zugsilbe “do”, wobei die Zungenspitze bei ständigem Gaumenkontakt wieder in die eingerollte Stellung gebracht wird. Die Atmung erfolgt im Anschluss an die Zugsilbe. Man unterscheidet zwei Arten von Zugsilben: Die Druckwippe zwischen “pull” und “Zugsilbe” Durch die beim “pull” entstehende Druckwelle entsteht im Yidaki ein Gegendruck, der bei richtiger Spielweise bis in den Bauch zu spüren ist. Durch diesen Gegendruck entsteht zwische Pull- und Zugsilbe eine Druckwippe, wodurch ein unterbrechungsgsfreies Spielen ohne großen Energieaufwand möglich wird. Ohne diesen Gegendruck würde der Ton nach dem “cut” abreißen. Der Einsatz der Stimme erfolgt erst mit dem Zurückziehen der Zunge, kurz vor der eingerollten Zungenstellung. Beim Spiel der Druckwippe ist auf die Lippenspannung sowie eine enge Wangenstellung zu achten. Der hintere Teil der Zunge sollte so hoch wie möglich geführt werden, wodurch der Druck zwischen Zunge und Gaumen erhöht wird. Dadurch wird das Spiel auf dem Yidaki akzentuiert und obertonreich. Das Spiel der Druckwippe sollte mit einer gewissen Bauchstütze gespielt werden. Der Bauch wird bei der Pullsilbe eingezogen und bei der Zugsilbe und der anschließenden Atmung wieder fallen gelassen. |
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siehe auch Rhythmen unter Seite Yidaki und Seite Keramik-Didges |
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